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Mein Kimonomantel für den Winter

Ich habe mich schon mal für den Winter gerüstet. Und da Kimonos auch im Winter gehen und voll Stylisch sind (würde meine Tochter sagen), habe ich mir da etwas zusammen gebastelt. Ich durfte für den Stoff Handel Mantelstoff vernähen. Dass das für mich eine große Ehre und auch Verantwortung ist habe ich dir ja gestern hier geschrieben. Also wollte ich es auch dieses mal wieder gut machen. 

Meinen Kimono für den Herbst hatte ich dir ja hier schon gezeigt. Der Schnitt ist aber nicht wirklich wintertauglich. Also habe ich mal wieder ein wenig auf Pinterest gestöbert und mir verschiedene Ideen zusammen gesucht. 

Den tollen Stoff dafür hatte ich, wie gesagt, vom Stoff Handel bekommen. Das ist ein Mantelstoff mit Wollanteil der schöne weich fällt. Man spürt zwar die Wolle etwas und wenn man sehr empfindlich ist, könnte er etwas kratzen, aber mich stört das jetzt nicht so und ich trage am Hals im Winter eh einen Schal. Den Stoff gibt es in 27 verschiedenen Varianten. Das ist also mit Sicherheit für jeden was dabei. 

Ich hatte mir diese beiden hier und hier ausgesucht. 
Den Schnitt für den Mantel habe ich ausnahmsweise nicht gekauft oder probegenäht. Nein, ich habe erst einmal ein altes Bettlaken zerschnitten und auf einer Schneiderpuppe drapiert. Die Schultern vom Mantel wollte ich überschnitten haben. In der Taille sollte er aber auch nicht zu viel weite haben. Oben am Hals habe ich kleine Abnäher gemacht, dass der Kragen später auch schön anliegt. 

Einen Typischen Schalkragen und einer Gürtel zum binden sollte er auch haben und in der Seitennaht noch zwei Taschen (ein Mantel ohne Taschen ist ja auch blöd). Bis dahin alles recht einfach. Viel stecken und immer wieder anprobieren. 

Schwierig wurde es erst bei den Ärmeln. Da hatte ich auf Pinterest ganz tolle gesehen, die wie eine Tüte aussahen. Die waren aber nur Dreiviertel, was ja im Winter eher suboptimal ist. Also habe ich einen halben Tag lang rum getüftelt und mit dem Bettlaken probiet, bis ich eine Schnittteil für meine Ärmel hatte. 

Die Ärmel sind hier wie ein Trichter gedreht. Ähnlich wie man es mit einem Stück Papier macht. So konnte ich zwar nicht wie gewohnt, erst die Ärmel annähen und dann die Seitennaht schließen, sondern ich musste die Ärmel in den fertigen Mantel einnähen. Aber auch das war dann keine all zu großes Problem mehr. 
Den Mantel selbst habe ich dann noch mit einem Steppstoff gefüttert, dass er auch schön warm ist. Der Gürtel ist mit zwei Druckknöpfen an den Seiten befestigt, so dass er nicht immer runter fällt beim aus ziehen. Mal sehen ob mir da noch etwas schöneres ein fällt. Außerdem ist der Mantel zusätzlich mit Druckknöpfen zu schließen. 
So, ich bin dann also erst einmal ausgerüstet für den Winter und du? 
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